+ Höchste Dauerhaftigkeit
Klasse I nach DIN EN 350. Mit fachgerechter Verlegung und einfacher Pflege ist eine Cumarú-Terrasse nach 30 Jahren noch in gutem Zustand.
Holzarten · Cumarú
Cumarú ist eines der härtesten und dauerhaftesten Terrassenhölzer der Welt – Dauerhaftigkeitsklasse I nach DIN EN 350, Brinellhärte rund 71 N/mm² und natürliche Cumarine als UV- und Pilzschutz. Wir liefern Prime KD als genutete Systemdiele 21 × 145 mm.
Steckbrief
Cumarú (botanisch Dipteryx odorata) wächst in Brasilien, Peru und Kolumbien und ist auf den europäischen Markt unter dem brasilianischen Handelsnamen bekannt. Die natürlich enthaltenen Cumarine geben dem Holz nicht nur seinen leicht süßlichen Heugeruch, sondern auch einen eingebauten UV- und Insektenschutz – einer der Gründe für die Dauerhaftigkeitsklasse I.
Im Vergleich zu Bangkirai wirkt Cumarú dunkler und schwerer, im Vergleich zu Ipé etwas wärmer und mit lebhafterer Maserung. Die Prime-KD-Sortierung wählt nur die ruhigsten Brettstücke aus, wird kammergetrocknet und ist bei uns als genutete Systemdiele 21 × 145 mm ab Lager verfügbar.
Vor- und Nachteile
Klasse I nach DIN EN 350. Mit fachgerechter Verlegung und einfacher Pflege ist eine Cumarú-Terrasse nach 30 Jahren noch in gutem Zustand.
Frisch goldbraun, nach UV-Einwirkung satt mittel- bis dunkelbraun. Cumarú wirkt in jedem Garten hochwertiger als helle Hölzer.
Cumarine wirken natürlich pilz-, insekten- und UV-abwehrend – kein chemischer Holzschutz erforderlich.
Brinellhärte 71 N/mm² fordert Hartmetall-Werkzeug. Standardbohrer und -sägen verschleißen sehr schnell.
Mit 22–24 kg/m² ist Cumarú schwer. Bei Balkonen und Dachterrassen die Statik vorher prüfen.
Cumarú liegt im oberen Preisbereich. Lohnt sich nur, wenn die Terrasse Generationen halten soll.
Verlegen
1. Werkzeug investieren, nicht improvisieren. Cumarú ist deutlich härter als Bangkirai. Ein hochwertiges HM-Sägeblatt (60+ Zähne), Spiralbohrer mit Hartmetall-Spitze und ein kräftiger Akkuschrauber (mind. 60 Nm) sparen am Ende mehr Zeit als sie kosten. Mit Standard-Werkzeug verschleißen Sie in einem Projekt das Material für drei.
2. Vorbohren UND senken. Vorbohren allein reicht bei Cumarú nicht – die Schraubenköpfe können trotzdem die Oberfläche absprengen. Mit kombiniertem Bohrer-Senker arbeiten und den Senker so einstellen, dass der Schraubenkopf bündig mit der Oberfläche oder leicht eingelassen sitzt.
3. Anschnitte mit dem Wasserschlauch wässern. Wenn Sie Dielen kürzen, geben die frischen Schnittflächen viel Cumarine ab. Ein paar Mal mit dem Gartenschlauch nass machen und trocknen lassen – dann verfärben die Schnittenden umgebende Pflastersteine später deutlich weniger."
Pflege
Die natürlichen Inhaltsstoffe von Cumarú geben dem Holz einen gewissen Eigenschutz – auch unbehandelt vergrault Cumarú langsamer als die meisten anderen Hölzer. Trotzdem profitiert das Holz von einer Pflegeölung, die den dunklen Originalton hält und kleine Risse versiegelt.
Empfohlener Rhythmus: einmal jährlich im April mit einem pigmentierten Hartholzöl. Bei stark sonnenexponierten Süd- und Westterrassen kann eine zweite leichte Schicht im August die Farbe noch besser konservieren. Vor dem Auftragen reinigen Sie mit Wurzelbürste und Holzreiniger längs zur Faser, dann 2 Tage trocknen lassen.
Für Cumarú eignet sich dieselbe Pflegeöl-Variante wie für Bangkirai – die Pigmentierung ist auf das gesamte Tropenholz-Spektrum (Bangkirai, Cumarú, Garapa) abgestimmt.
FAQ Cumarú
Sieben Detailfragen zu Eigenschaften, Verarbeitung und Vergleich mit anderen Hartholz-Optionen.
Cumarú liegt eine Dauerhaftigkeitsklasse höher als Bangkirai (Klasse I statt II nach DIN EN 350). Der Unterschied entsteht durch eine höhere Rohdichte (1,1 gegenüber 0,95 g/cm³), eine deutlich höhere Brinellhärte (rund 71 gegenüber 36 N/mm²) und einen höheren natürlichen Anteil an Inhaltsstoffen (Cumarine), die Pilze und Insekten abwehren. Praktisch heißt das: Cumarú-Terrassen halten erfahrungsgemäß 30 Jahre und länger, Bangkirai 25–30 Jahre.
Beide gehören zur Top-Liga der Tropenhölzer mit Klasse I. Ipé ist tendenziell etwas dichter und teurer, hat eine olivbraune bis fast schwarze Farbe und gilt als das absolute Premium-Hartholz. Cumarú liegt preislich darunter, ist warm-mittelbraun und enthält Cumarine, die einen leicht süßlichen Heuduft verströmen können. Verarbeitungstechnisch verhalten sich beide Hölzer ähnlich – Hartmetall-Werkzeug und Vorbohren sind in beiden Fällen Pflicht.
Frisch verlegtes Cumarú zeigt einen warmen, leicht goldenen Braunton. Unter direkter UV-Einstrahlung dunkelt das Holz in den ersten 4–6 Wochen merklich nach und erreicht ein dunkles, mittelbraunes Erscheinungsbild. Ohne Pflegeölung beginnt nach etwa einem Jahr die Vergrauung – allerdings deutlich langsamer als bei Bangkirai oder Lärche, weil die Cumarú-Inhaltsstoffe einen gewissen UV-Eigenschutz mitbringen.
Edelstahl A4 ist Pflicht – A2 reicht nicht aus, weil die Inhaltsstoffe von Cumarú stärker korrosiv wirken als bei vielen anderen Tropenhölzern. Schraubendurchmesser 5,0 mm, Länge bei 21-mm-Dielen ca. 50 mm. Vor jedem Einschrauben mit Hartmetall-Bohrer 80 % des Kerndurchmessers vorbohren und zusätzlich senken – sonst splittert die Oberfläche oder die Schraube reißt ab. Plan: Pro Diele mindestens zwei Schrauben pro Auflagepunkt der Unterkonstruktion.
Cumarú ist mit normalen Holzbearbeitungs-Werkzeugen kaum sinnvoll zu bearbeiten. Empfohlen: Stichsäge mit HM-Sägeblatt für Hartholz, Hartmetall-Spiralbohrer 4 mm und 8 mm, kegelförmiger Senker mit HM-Schneide, Akkuschrauber mit hohem Drehmoment (mindestens 60 Nm), Tellerschleifer mit Korn 80–120 für Anpassungen. Investition lohnt sich – mit Standard-Werkzeug verschleißen die Schneiden nach wenigen Metern Schnittlänge.
Bei Rohdichte rund 1,1 g/cm³ und 21 mm Stärke wiegt eine Cumarú-Diele rund 22–24 kg pro Quadratmeter. Eine 25-m²-Terrasse hat damit ein reines Dielengewicht von 550–600 kg, plus Unterkonstruktion. Auf Balkonen, Dachterrassen und Holzkonstruktionen muss die zulässige Flächenlast vorab geprüft werden – bei Stahlbetondecken im Boden ist das in der Regel kein Thema.
Wenn die Terrasse länger als 25 Jahre halten soll oder optisch ein dunkler, edler Look gewünscht ist – ja. Cumarú gewinnt fünf bis zehn zusätzliche Jahre Lebensdauer plus eine spürbar tiefere, ruhigere Farbgebung. Wenn die Terrasse mittelfristig sowieso umgestaltet wird oder das Budget begrenzt ist, ist Bangkirai die wirtschaftlich vernünftigere Wahl. Bei Pflegeaufwand und Verarbeitung sind beide Hölzer auf vergleichbarem Niveau.
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